Warum Schülerinnen und Schüler auf die Sprachschule gehen

Die Deutsche Sprachschule bietet verschiedene Klassen für alle Altersstufen, die Deutsch lernen wollen. Für jeden ist etwas dabei: Für die, die das erste Mal Deutsch lernen, und die, die ihr Verständnis verbessern wollen. Aaron Caneva hat die Klassen besucht und die Schülerinnen und Schüler gefragt, um was es ihnen geht und was sie von der Schule denken.

Text: Aaron Caneva (18 Jahre) Featurefoto: Marion Meakem

In Raum eins befindet sich die Klasse der Muttersprachler „B6“, die von Lehrerin Jasmin Zadegan gelehrt wird. Die meisten Schüler in dieser Klasse wurden in Deutschland geboren und sind dann hierher nach Amerika gezogen, wie Kiara und Sienna. Viele kommen schon seit Jahren auf diese Schule. In der Klasse lernen sie Grammatik und Lesen, und üben für einen Test, den sie im Mai machen werden. Die Klasse selbst finden die Schüler auch toll. Alles an der Klasse gefällt Kiara. Und Eric gefällt es, dass es eine Pause gibt. Auch die Hausaufgaben sind „genug, dass man was lernen kann, aber nicht so viel, dass es schwer ist“, sagt Anya.  

Dave, Yvonne und Melissa in der Erwachsenen-Klasse Foto: Aaron Caneva

In Raum 17 ist die Mittelstufen-Erwachsenen Klasse „G1.2“, die von Eddy Arana geleitet wird. Yvonne und Dave sind erst ein paar Wochen lang an der Schule. Yvonne wird eines Tages nach Deutschland ziehen und bereitet sich schon mal vor. Melissa, die schon etwas länger zur Schule kommt, will Deutsch lernen, weil die Familie ihres Mannes in Österreich wohnt. So kann sie mit ihnen kommunizieren. Und das wird ermöglicht durch ihren „sehr netten Lehrer“. Mit guten Übungen und Hausaufgaben lernen sie Schreiben und wie sie die eigene Meinung äußern. Das einzige Problem sei der Parkplatz, sagt sie, der oft überfüllt ist.

In Raum vier ist eine Klasse für Schüler, die Deutsch nicht als Muttersprache sprechen (Orange 5/6). Die Klasse wird von dem Lehrer Gevork Devoyans unterrichtet. Alle Schüler in dieser Klasse sind zehn Jahre alt und kommen schon mindestens zwei Jahre auf die Schule. Sie lernen viel Grammatik und haben dann als Hausaufgaben-Übung, was sie in der Klasse gelernt haben. Obwohl sie die Schule sehr toll finden, kann es von der Zeit her unpraktisch sein, denn ein Schüler muss danach gleich zum Volleyball eilen, sagt er. Für andere ist es „einfach zu früh am Morgen“, meinen sie.

Die Schülerinnen und Schüler der DSD 1 Prep-Klasse bereiten sich auf die Prüfung vor. Foto: Aaron Caneva

In Raum zehn gibt es die DSD 1 Prep-Klasse für Schüler, die sich auf die Deutsche Sprachdiplom (DSD)-Prüfung vorbereiten, die sie im nächsten Schuljahr machen werden. Die Klasse wird von Lehrerin Alexandra Keck gelehrt. Viele Schüler wollen, so wie Alex (13), Pauline (12) und Anne (12), in Deutschland studieren. Die meisten Schüler kommen schon seit mehreren Jahren auf die Schule. Dass die Schule so früh anfängt ist jedoch ein Problem für Vivica (15). Doch dass sie Lernspiele in der Klasse spielen gefällt ihr und anderen Schülern sehr. Andere Schüler mögen die Grammatik nicht, die für sie schwer und langweilig sein kann. Aber die Hausaufgaben „sind ein sehr gute Übung“,  sagt Pauline (12).

Die DSD 2 Prep-Klasse bereitet auf das Sprachdiplom 2 vor. Foto: Aaron Caneva

Die höchste Klassenstufe ist die DSD 2-Klasse und davor die DSD 2 Prep-Klasse, die die Schüler darauf vorbereitet. Die DSD 2 Prep-Klasse wird von Lehrerin Christine Eldridge unterrichtet. Die meisten Schüler kommen schon seit zehn oder mehr Jahren auf die Schule. Die Schüler sind meist schon öfter in denselben Klassen gewesen und kennen sich. Und alle wollen dasselbe: die Prüfung bestehen und das Deutsche Sprachdiplom erhalten. Schüler wie Austin (14), Claire (16) und Chiara (14) wollen eines Tages in Deutschland studieren. Und das Programm der Samstagsschule sei genau das Richtige, um dieses Ziel zu erreichen, sagt Chiara. Sie will als Studentin bessere Chancen haben. „Man hat die Möglichkeit viel zu lernen“, sagt Karim (19). Und die Hausaufgaben? Ja, das ist für manche ein gute Hilfe, für andere ein bisschen überwältigend, wenn sie viele Hausaufgaben von ihrer “normalen” Schule bekommen.

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