Die Mauer wird gebaut

Am 13. August 1961 mussten alle Berliner zuschauen, als eine Mauer durch ihre Stadt gebaut wurde. Familien, Freunde und Nachbarn wurden getrennt und konnten sich auf einmal nicht mehr sehen. Die Mauer riss Berlin und Deutschland in zwei Hälften. Wie kam es dazu?

Text: Holly Jung (13 Jahre)

Foto: Bundesarchiv via Wikimedia Commons

Noch während des zweiten Weltkrieges beschlossen die Alliierten – Amerikaner, Engländer und Russen – Deutschland nach dem Ende des Krieges in mehrere Teile zu teilen. Sie berieten darüber auf der Konferenz in Jalta 1945. Eine amerikanische, britische und eine sowjetische Zone sollten es sein, außerdem kam noch eine französische dazu.
Die USA entwarfen 1948 den „Marshallplan“, um bei dem Wiederbau Westeuropas zu helfen. In den drei westlichen Zonen Deutschlands herrschte die soziale Marktwirtschaft.
In der östlichen Zone hingegen herrschte, nach dem Vorbild der Sowjetunion, kommunistische Planwirtschaft.

Während die Wirtschaft in der Bundesrepublik boomte, waren viele Waren in der DDR nicht zu erhalten. Die Menschen wurden unzufrieden. Die DDR schottete sich vom Westen ab. Am 26. Mai 1952 beschloss der Ministerrat der DDR die Sicherung der Interzonengrenze und die Einrichtung eines 10-m und 500-m Schutzstreifens zu Westdeutschland. Die Grenze von Ost nach West-Berlin war zu. Auch wenn eine Flucht irgendwie möglich war, wurde es von Jahr zu Jahr gefährlicher.

Dennoch wagten es viele. Von 1949-1961 flohen ca. 2.6 Millionen DDR-Bürger Richtung West-Berlin und Westdeutschland. Es gab Gerüchte, dass die DDR die Grenze ganz schließen will. Dennoch sagte der Staatschef der DDR, Walter Ulbricht, noch am 15. Juni 1961: „Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten.

Doch dann, am 13. August 1961, wurden die Sektorengrenzen geschlossen. Der Bau der Mauer begann. Sie teilte das Land und ihre Bewohner für 28 Jahre.

Massiv und aus Beton: Die Mauer in Berlin Foto: Bundesarchiv, Helmut J Wolf via Wikimedia Commons
Massiv und aus Beton: Die Mauer in Berlin
Foto: Bundesarchiv, Helmut J Wolf via Wikimedia Commons

Berlin bewohnten Bewohner von zwei Staaten: Berlin (West) gehörte zur Bundesrepublik Deutschland. Und der andere Teil Berlins war „Die Hauptstadt der DDR“. Die Ostdeutschen durften nur mit Sondergenehmigungen in den Westen. Westberliner und Westdeutsche mussten Genehmigungen beantragen, wenn sie ihre Verwandte in der DDR besuchen wollten. Wenn Westberliner in die Bundesrepublik reisen wollten, durften sie nur auf bestimmten Straßen im Osten fahren den Transitstrecken.

Immer wieder versuchten Menschen, in den Westen zu gelangen. „Mindestens 138 Menschen wurden zwischen 1961 und 1989 an der Berliner Mauer getötet oder kamen in unmittelbarem Zusammenhang mit dem DDR-Grenzregime ums Leben“, heißt es in der „Chronik der Mauer“ der Bundeszentrale für politische Bildung.

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