Die Mauer fällt

Als die Berliner Mauer am 9. November 1989 fiel, war dies der Anfang vom Ende der DDR und der Beginn der Wiedervereinigung Deutschlands. Wie kam es dazu?

Text: Dominic Caneva, 17 Jahre

Foto: Unbekannt, Reproduction by Lear 21 via Wikimedia Commons

Der Druck der unzufriedenen Menschen auf die DDR-Regierung wurde Ende der 1980er Jahre immer größer. Auf den Montagsdemonstrationen in vielen ostdeutschen Städten, allen voran in Leipzig, machten sie ihrem Ärger Luft.

Im August 1989, als Ungarn seine Grenzen zum Westen öffnete, flüchteten mehr als 13.000 Ost-Deutsche über diesen Weg in den Westen. Im nächsten Monat öffnete dann auch die Tschechoslowakei die Grenze. Doch die inner-deutsche Grenze  stand immer noch, die Ausreise in die Bundesrepublik war für die meisten Menschen nach wie vor verboten.

Im September flüchten immer mehr Ostdeutsche in die Botschaft der Bundesrepublik in Prag. Sie wollen so ihre Ausreise in den Wersten erreichen. Am 30. September 1989 überbringt Hans-Dietrich Genscher, der Außenminister der Bundesrepublik, den über 5000 Flüchtlingen die Nachricht, dass ihre Ausreise in den Westen genehmigt ist.

Dann, am 9. November 1989, sagt Günter Schabowski, SED-Parteichef in Ost-Berlin und Sprecher des SED-Politbüros, in der Pressekonferenz über der Oeffnung der Grenzen: „Privatreisen nach dem Ausland können ohne Vorliegen von Voraussetzungen –  Reiseanlässe und Verwandtschaftsverhältnisse – beantragt werden. Die Genehmigungen werden kurzfristig erteilt.“ Auf die Frage: „Wann werden die Grenzen geöffnet?“ antwortet Schabowski: „Das tritt nach meiner Kenntnis … ist das sofort, unverzüglich.“ “

Diese Pressekonferenz wird am selben Tag über ZDF und ARD Tagesschau übertragen. In den Straßen bricht Jubel aus und um 22:45 Uhr dürfen die Ost-Deutschen die Grenze zum ersten Mal in 28 Jahren ungehindert überqueren.

Am 18. März 1990 finden in der DDR zum ersten Mal freie Wahlen statt.

Ostdeutsche nutzen die neue Reisefreiheit und besuchen den Westteil Berlins - die fahren durch den berühmten "Checkpoint Charlie". Foto:  DoD, STAFF SERGEANT F. LEE COCKRAN via Wikimedia Commons
Ostdeutsche nutzen die neue Reisefreiheit und besuchen den Westteil Berlins – sie fahren durch den berühmten „Checkpoint Charlie“.
Foto: DoD, STAFF SERGEANT F. LEE COCKRAN via Wikimedia Commons

Im Jahre 1990 wird der Wiedervereinigungsvertrag zwischen beiden deutschen Staaten ausgehandelt. Verhandlungsführer auf der Seite der Bundesrepublik ist Wolfgang Schäuble, auf der Seite der Deutschen Demokratischen Republik Günther Krause. Der Am 23. August stimmt die DDR-Volkskammer dem Beitritt zur Bundesrepublik zu. Am 20. September wird der Vertrag von Volkskammer und Bundestag ratifiziert.

Als die Uhr am 3. Oktober 1990 Mitternacht schlägt, wird die schwarz-rot-goldene Fahne der Bundesrepublik Deutschland über dem Brandenburger Tor gehisst: Das geteilte Deutschland ist wieder vereint.

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