Berühmte Deutsche – Teil 2: Sport, Wirtschaft, Unterhaltung

Berühmte Deutsche! Jeder kennt sie, aber wer sie wirklich sind, wissen wir nicht so genau. Wir, die DSD1-Prep-Klasse, haben wichtige Menschen ausgewählt und uns über sie informiert. Einige lebten vor langer Zeit, andere leben noch heute. Wir möchten euch nun einige berühmte Deutsche vorstellen, heute aus dem Bereich Sport, Wirtschaft und Unterhaltung.

Featurefoto: Lev Radin/shutterstock.com,  Einleitung: Kiara S., Kiara P., Anya

Steffi Graf (Featurefoto) ist eine der besten und intelligentesten Tennisspielerinnen, die es jemals gab. 1981 wurde sie das „Wunderkind“ genannt. Steffi Graf mit ihrem besonderen Talent und ihren Fähigkeiten unterscheidet sich von allen anderen.

Geboren wurde Stefanie Maria Graf am 14. Juni 1969. Als erstes Kind von Vater Peter Graf und ihrer Mutter Heidi Graf kam sie in Mannheim zur Welt. Ihr Bruder Michael wurde drei Jahre später geboren. Zunächst arbeitete Steffis Vater als Versicherungskaufmann und Gebrauchtwagenhändler. Als er jung war, entdeckte er den Tennissport. Später wurde er auch noch Tennislehrer, also hatte er schon Erfahrung mit dem Thema Tennis. Aber kurz nachdem die junge Steffi einen Tennisschläger in die Hand nahm, entdeckte Peter ihr Talent. Von dem Tag an wurde Peter Graf, Stefanies Vater, ihr neuer Tennis-Coach. Mit sechs Jahren, drei Jahre später, gewann Steffi das „Jüngsten-Turnier“ in München. Stefanies Vater gab seinen Beruf auf und konzentrierte sich auf die Karriere von Steffi.

Als Steffi Graf älter wurde, wurden auch die Spiele länger, und die Konkurrentinnen stärker. Mit nur dreizehn Jahren siegte sie und gewann die Deutsche Jugendmeisterschaft der Achtzehnjährigen. Ein Turnier nach dem anderen kletterte die neue Star-Spielerin zur Spitze. Schon 1984, mit nur 15 Jahren, stand sie auf Platz 22 der Weltrangliste. Sie stieg aber immer höher. Sie gewann ein Spiel nach dem anderen. Nach einem Jahr schaffte sie es ins Halbfinale der US Open. Am Ende des Jahres erreichte sie Platz sechs in der Liste.

Jetzt, viele Jahre später, lebt Steffi mit ihren zwei Kindern, Jaden und Jaz, und ihrem Mann in Amerika. Ihr Mann war auch ein professioneller Tennisspieler und stand ebenfalls auf Nummer eins der Weltrangliste. Sein Name ist Andre Agassi. Er wurde in Las Vegas geboren, wo er jetzt mit seiner Familie zusammen lebt.

Ich wundere mich aber immer noch, wer die beste Tennisspielerin aller Zeiten ist? Steffi Graf gewann die unglaubliche Zahl von 22 Grand Slam-Turnieren und war für 377 Wochen (sieben Jahre!) auf Platz eins, der Weltrangliste. Das hat kein anderer Tennisspieler je geschafft. Auch hat sie als einzige den so genannten Golden Slam erreicht, also alle vier Grand Slam Siege und die Olympische Goldmedaille in einem Jahr. Für mich ist sie die Allerbeste, auch wenn Serena Williams 23 Grand Slam-Turniere gewonnen hat.

Obwohl Steffi Graf ein Star war, ist sie bodenständig. Sie ist immer positiv und sehr ehrgeizig. Sie gab nie auf und arbeitete hart an ihren Zielen. Stefanie ist ein Idol für mich. Ich selbst spiele auch Tennis, deswegen verstehe ich sie mehr und sie ist eine große Inspiration für mich. Als sie dreizehn war, ein Jahr älter als ich, gewann sie schon ihr erstes großes Turnier. Ich hoffe dass ich eines Tages auch so spielen kann. Sie hat mir gezeigt, dass man nicht aufgeben darf. (Kiara S., 12 Jahre)

Katarina Witt 1999, Foto: Phil Anthony/shutterstock.com

Katarina Witt war eine professionelle Schlittschuhläuferin, die zwei Goldmedaillen bei den Olympischen Spielen gewonnen hat. Ich habe sie ausgesucht, weil sie aus der gleichen Gegend wie meine Mama kommt und einer der berühmtesten Sachsen ist. Ihr Geburtstag ist am 3. Dezember und sie ist 53 Jahre alt.  Sie wurde in Staaken, in der damaligen DDR, geboren. Sie hat einen Bruder namens Axel und ist 165 Zentimeter groß.

Katarina Witt fing mit dem Schlittschuhlaufen an, als sie fünf Jahre alt war. Ihre Lehrer entdeckten schnell ihr Talent und schickten Katarina in die Karl-Marx-Städter Kinder- und Jugendsportschule. Ihre Trainerin, Jutta Müller, war eine der berühmtesten Eiskunstlauftrainerinnen der Welt. Katarina trainierte sehr hart für die Olympischen Spiele. Sie musste viele Stunden am Tag Eiskunstlauf üben und musste auch Ballettklassen drei- bis viermal in der Woche machen. Beiden Olympischen Spielen von 1984, hat Katarina gegen die Amerikanerin Rosalynn Sumners mit einem zehntel Punkt mehr Gold gewonnen. 1988, nachdem sie Gold bei den Olympischen Spielen zum zweiten Mal gewonnen hat, machte sie eine Pause vom Eiskunstlauf und ging auf eine Tour mit Stars on Ice und Champions on Ice.

Während sie ihre Pause gemacht hat, wurde sie auch eine Schauspielerin. Sie ist in mehreren Filmen erschienen, zum Beispiel dem Film „Carmen on Ice“, der im Februar 1990 veröffentlicht wurde und einen Emmy gewonnen hat. Die Regeln für die Olympischen Spiele wurden geändert und erlaubten Katarina, an den Olympischen Spielen 1994 teilzunehmen. Bei diesen Spielen hat Katarina den siebten Platz gewonnen. Im gleichen Jahr kam Katarinas Autobiographie „Meine Jahre zwischen Pflicht und Kür“ raus. Weil sie nicht mehr an den Olympischen Spielen teilnehmen konnte, tourte Katarina wieder und war eine Kommentatorin für Eiskunstlauf-Wettbewerbe. Katarina ist nicht verheiratet und hat auch keine Kinder. Jetzt ist Katarina mit ihrer Schauspielkarriere beschäftigt. In einer Fernsehdokumentation „Eine Reise zu mir“  interviewt sie Menschen, die in ihrem Leben wichtig waren, wie z.B. ihre Trainerin Jutta Müller und ihre Eltern. Diese Dokumentation wurde 2016 ausgestrahlt, als sie 50 Jahre alt war. (Emily M., 13 Jahre)

Adi und Rudi Dassler, Foto: unbekannt/Iba619GamerYT [CC BY-SA 4.0 ], via Wikimedia Commons
Jeden Tag sehe ich Leute die mit Adidas-Bekleidung herumlaufen. Sie lieben Adidas-Sportbekleidungen. Also wollte ich ein bisschen über den Erfinder von Adidas lernen.

    Adolf “Adi” Dassler wurde am 3. November 1900 geboren. Sein Vater, Christoph Dassler, arbeitete in einer Schuhfabrik und der Adi liebte Sport, also wollte er Schuhe erfinden.  Adi Dassler, der auch ein Sportler war, sah, dass die Sportwelt professionelle Schuhe brauchte. Zuerst schaffte Adi mit seinem Bruder Rudolf in der Dassler-Sportschuhfabrik. Später gründete Rudolf die Firma Puma, und Adi gründete seine eigene Firma. Adi gab seiner Firma zuerst den Namen: »Adolf Dassler – Spezialsportschuhfabrik addas«. Als er die Firma am 18. August 1949 ins Handelsregister eintragen ließ, fügte er im Formular handschriftlich ein i ein. Also wurde der Name Adidas daraus.

    Adi hat einen neuen Fußballschuh entwickelt und der hatte drei Streifen drauf. Die drei Streifen wurden das Markensymbol. Adi Dassler wurde später der Begleiter und Berater der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Adi hatte Schuhe erfunden, die längere Stollen hatten, damit die Fußballspieler besser spielen konnten.

    Bis 1952 produzierte Adidas nur Schuhe. Dann wurde eine Sporttasche das erste Nicht-Schuh-Produkt. Später folgten auch Bekleidung, Bälle und zahlreiche andere Erzeugnisse – alle mit den drei Streifen markiert. In den 1960er-Jahren war Adidas mit 550 Mitarbeitern der größte Sportschuhhersteller weltweit.

    Am 6. September 1978, starb Adi Dassler wegen Krankheit. Adi Dassler war eine sehr einflussreiche Person in der Welt der Sportbekleidung und hat sie für immer verändert. (Louisa L., 13 Jahre)

Kai Pflaume auf der Berlinale 2017, Foto: Martin Kraft (photo.martinkraft.com) License: CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Ich habe Kai Pflaume genommen, weil ich ihn schon kenne, und das macht es einfacher für mich, über ihn zu schreiben.  Ein anderer Grund ist, dass er meinen Vornamen hat. Der letzte Grund ist, dass er in ein paar von meinen deutschen Lieblingsfernsehsendungen ist. Er wurde am 27. Mai. 1967 geboren. Heute ist er 51 Jahre alt. Kai Pflaume wurde in Halle in Ostdeutschland (der damaligen DDR) geboren. Er hat eine Frau, Ilke Pflaume, zwei Söhne, Leon und Marvin. Sein einziges bekanntes Elternteil ist sein Vater, Ulrich Pflaume. Die Familie wohnt in Grünwald.

1968 zog seine Familie nach Leipzig. Er ging auf die Max-Klinger-Schule und bekam ein Abitur am Ende. Nachher diente er in der Nationalen Volksarmee für zwei Jahre, von 1985 bis 1987. Danach machte er ein Informatikstudium an der Technischen Universität Magdeburg. In Herbst 1989 flüchtete Kai Pflaume aus der DDR nach Budapest, von wo er zur Bundesrepublik Deutschland ging. Pflaume wollte selbständig werden, indem er eine Ausbildung als Wertpapierhändler gemacht hat. Er tat dies in Frankfurt am Main. 1991 trat er als Kandidat an in der ARD Fernsehsendung „Herzblatt“.

1993 wurde er entdeckt. Seine Fernsehkarriere begann. Er ist am meisten dafür bekannt, dass er „Nur die Liebe zählt“ von 2003 bis 2011 moderiert hat.  Von da ab wurde er immer mehr bekannt. Er moderierte viele Shows und Events, die ihn haben wollten. Im August 1996 heiratete er Ilke Pflaume. Er wurde auch als Synchronsprecher in vielen Filmen und Fernsehsendungen eingesetzt. Ein berühmter Film, in dem er war, ist „The Incredibles“. Er kam 2004 raus  und wird immer noch heute angeschaut. Wisst ihr, wem er seine Stimme gegeben hat? Er hat Frozone gesprochen. Er moderierte viele Jahre für SAT1 (1995-20011) und wechselte 2011 zur ARD. Einen von seinen großen Errungenschaften ist, dass er den 2006-2007 UEFA Cup moderiert hat. Sein Lieblingsfußballverein ist Bayern München.

Eine von den Sendungen, die er heute macht, ist „Wer weiß denn sowas?“. Da stellt er Leuten und deren Beratern Fragen und die sollen versuchen, die richtige Antwort zu nennen. Wer am Ende die meisten Punkte hat, teilt das gewonnene Geld mit den Zuschauern die hinter ihnen sitzen. Der große Anteil von dem Geld wird an die Caritas (das ist eine Hilfsorganisation der katholischen Kirche) gespendet. Der Gewinner bekommt  nichts von dem Geld. Kai Pflaume moderiert heute noch und wird wahrscheinlich weiter machen, bis er in Rente geht. Kai H. (13 Jahre)

2 Kommentare zu „Berühmte Deutsche – Teil 2: Sport, Wirtschaft, Unterhaltung“

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